Schützenverein von 1882 Rhode e.V.

Tradition Schützenfest

Zahllose Menschen feiern es jedes Jahr - aber was ist es und

warum feiert man eigentlich Schützenfest?


Im Mittelalter gab es keine Polizei und keine stehenden Heere, die jede Stadt oder jedes Dorf schützen konnten. Die Bürger mussten ihre Heimat selbst verteidigen. Dafür schlossen sie sich in Schützengilden und Schützenkorporationen zusammen. Sie trainierten regelmäßig mit Bogen, Armbrust und später auch mit Feuerwaffen, um im Ernstfall ihre Stadtmauern, Tore und Familien schützen zu können.


In regelmäßigen Abständen fanden sogenannte Schützentage statt. Dort wurde vor allem gemeinsam trainiert. Gleichzeitig entwickelten sich diese Veranstaltungen zu großen gesellschaftlichen Ereignissen. Händler, Schausteller, Musikanten und Gäste aus der Umgebung kamen hinzu. Aus dem sportlichen Wettkampf wurde ein Fest, das das ganze Dorf zusammenbrachte.


Der beste Schütze wurde ausgezeichnet und erhielt besondere Ehren. Oft konnte man sich beim sogenannten "Freischießen" auch für ein Jahr von seinen Steuern befreien. Daraus entstand die Tradition des Schützenkönigs, die bis heute ein zentraler Bestandteil vieler Schützenfeste ist. Weitere individuelle Traditionen und Würden ergaben sich je nach örtlichen Gegebenheiten.


Mit der Zeit verlor die ursprüngliche militärische Aufgabe an Bedeutung. Moderne Staaten übernahmen den Schutz ihrer Bürger und die Schützenvereine wandelten sich zu Gemeinschaften, die Tradition, Sport und Brauchtum pflegen. Geblieben sind die Werte, die Schützenvereine und ganz besonders Schützenfeste ausmachen: Gemeinschaft, Zusammenhalt, Ehrenamt und die Freude daran, gemeinsam zu feiern.


Wenn Du also beim nächsten Schützenfrühstück im Dorfgemeinschaftshaus mit dabei bist, dann bist du Teil einer Tradition, die bereits mehrere Jahrhunderte zurückreicht! Wir freuend uns auf deinen Besuch!